Text von Katrin Klein (11 Jahre alt)

Stand: 26. Februar 2005

Hallo!

Ihr interessiert euch für Hunde? Für einen Labrador? Das ist cool! Wir

haben auch einen Hund. Besser gesagt: eine Hündin. Sie heißt Nelly.

Gerade hat sie ihren zweiten Wurf Welpen bekommen, und von denen

wird eine kleine Hündin bei uns bleiben - Becky! Darüber bin ich total

glücklich!

So fing unsere Hunde-Laufbahn an: Damals (ich war sieben Jahre alt)

hatten meine Eltern und ich uns entschlossen, dass wir einen Hund

kaufen wollten. Naja, nachdem sie dann tausend Hundebücher gelesen hatten, fingen sie endlich

damit an, sich nach einem geeigneten Züchter umzusehen. Wir hatten Glück und durften eine

Züchterfamilie in der Nähe besuchen. Ich war ganz schön aufgeregt, als wir uns bei Weinbergs

vorstellten. Ich hatte solche Angst, etwas falsch zu machen und dann nachher sagen zu müssen:

„Wir haben von denen nur keinen Hund bekommen, weil ich so unsympathisch war.“ Aus heutiger

Sicht habe ich mich damals richtig doof aufgeführt, weil ich diese furchtbare Angst hatte. Kein Wort

habe ich herausbekommen! Dir rate ich jetzt: Wenn du dich bei den Züchtern vorstellst, sei einfach

nur du. Wenn ihr denen nicht gefallt, hat’s einfach nicht sollen sein. Wir haben Weinbergs aber

gefallen, und sie uns auch, und deshalb haben wir von ihnen damals Angel (wir haben sie in Nelly

umgetauft) bekommen.

Bevor wir Nelly hatten, hatte ich zwar auch mit „echten“ Hunden zu tun, aber fast nur im Urlaub. Am

meisten war ich mit meinen Kuscheltierhunden zusammen. Die waren natürlich viel auf meinem

Schoß und haben mit mir geschmust und so. Als wir dann unsere Nelly hatten, war ich erst einmal

ziemlich enttäuscht, dass sie überhaupt nicht schmusen wollte, sondern eher ziemlich wild und

stürmisch war. Dauernd hat sie mir in die Kniekehlen gezwickt, wenn sie hinter mir her gerannt ist,

und sie ist allem hinterher gesprungen, was sich bewegt hat! Sie ist auch an jedem hochgesprungen.

Inzwischen tut sie das alles nicht mehr, denn sie ist ja jetzt kein junger Hund mehr und auch ganz

gut erzogen. Aber damals bekam ich echt die Krise.

Woran man sich als Kind auch erst mal gewöhnen muss, das ist die Aufmerksamkeit der Eltern. Was

heißt Aufmerksamkeit, ich meine damit, man hat sie eben nicht mehr allein für sich. Es gibt dann ein

zweites „Mäuschen“. Das fand ich damals aber gar nicht schlimm.

Weißt du, was wirklich Spaß macht? Das geht natürlich erst, wenn der Hund schon älter ist. Joggen!

Ich finde, das macht mit Hund riesig viel Spaß! Nelly ist immer richtig begeistert, wenn wir

gemeinsam durch den Wald keuchen. Schwimmen oder plantschen mit Hund ist auch toll. Wenn ich

den Gartensprenger an mache, rastet Nelly noch heute völlig aus. Das musst du unbedingt auch mal

ausprobieren! Nelly versucht immer, den Wasserstrahl einzufangen, das sieht total lustig aus! Als wir

das erste Mal zusammen im Meer schwimmen waren, hat sie direkt versucht, mich zu retten. Nur

leider paddeln die Vierbeiner dabei ja auch kräftig mit den Vorderpfoten, und so bekommt man bei

den Rettungsversuchen schon mal die eine oder andere Schramme. Aber es ist wirklich spaßig.

Unermüdlich apportiert Nelly Frisbees, Dummys und Bälle aus dem Wasser, keine Welle ist ihr zu

hoch.

Ich finde, ein Hund ist auch der perfekte Tröster. Wenn ich weine, kommt die „Dicke“ immer sofort

angelaufen und leckt meine Wange, dann geht es mir direkt wieder besser!

Was ich nicht so gut fand (das sind aber ja zum Glück nicht so viele Dinge) war, dass ich Nelly am

Anfang nicht an die Leine nehmen konnte. Inzwischen geht das mit Leichtigkeit, weil sie es ja längst

kann, aber damals bin ich immer fast hinterher geflogen, wenn ich es mal ausprobiert habe. Einmal

hatte ich Nelly in unserem Garten an der Leine, weil wir spazieren gehen wollten, und ihre beste

Freundin „Hiker“ stand ungefähr 6 Meter entfernt, war aber auch an der Leine. Meine Mama begrüßte

gerade Hikers „Frauchen“ Angela, sie gaben sich also die Hand, da schoss Nelly los. „Auf zu Hiker“,

dachte sie bestimmt. Dummerweise hing ich hinten an der Leine und leider war ich so blöd und ließ

diese Leine nicht los. Also flog ich förmlich unter den Händen von Mama und Angela weg, die sich

verdutzt anstarrten. Was bringt man nicht alles für „Opfer“ für seinen Hund? Zwei aufgeschürfte

Knie! Naja..., war nicht so schlimm!

Was ich immer sehr schön finde, sind Tierarztbesuche. Dabei kann man viel lernen. Nelly geht super

gerne zum Tierarzt. So gerne, dass sie ausnahmsweise wieder doll an der Leine zieht, weil sie mit

einem solchen Affenzahn in die Praxis stürmen will. Dort bekommt sie auch immer ein Leckerchen

von den Tierarzthelferinnen und der Ärztin!

Auch zur Hundeschule bin ich immer gerne mitgegangen. Ich finde, dort kommen sich Mensch und

Tier näher. Ich habe im letzten Jahr alleine mit Nelly an einem Agility-Kurs teilgenommen. Dabei

hatten wir beide eine Riesenfreude! Nelly war oft so schnell, dass ich gar nicht mehr mithalten

konnte...!

Mit meinen Kinder-Hundebüchertipps geht es auf der nächsten Seite weiter ...

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